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Gute Einführung, leider etwas oberflächlich
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Ich habe das Buch inmitten meiner schlimmsten Beziehungskrise gelesen und mir davon etwas mehr erhofft. Zunächst das positive: das Buch liest sich sehr schnell und leicht durch, die Kapitel sind klar strukturiert und enthalten jeweils am Ende eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, manchmal auch Verhaltens-Tips und Anregungen zum Gespräch. Es gibt einen guten Überblick über die verschiedenen "Fallstricke" in einer Ehe. Wenn man sich bisher noch nicht stark damit beschäftigt hat, ist das Buch sicher ein guter Einstieg, zumal am Ende der Kapitel auch jeweils weiterführende Literatur zum Thema angegeben ist. Leider bleibt Herr Jellouschek dabei doch eher an der Oberfläche, Themen wie "Unterschiede zwischen Mann und Frau", "Ebenbürtigkeit", "Die Fehler des Anderen", "Aggressionen" etc werden auf etwa 10 groß bedruckten Seiten abgehandelt. Dadurch hatte ich beim Lesen eigentlich immer das Gefühl: "Hm, ja, stimmt irgendwie", fühlte mich damit dann aber allein gelassen. Ein weiterer Punkt der mich irritiert ist, dass sehr stark auf eine Ehe und ein sehr konservatives Rollenverständnis zwischen Mann und Frau eingegangen wird. Andere Modelle von Partnerschaft scheinen nicht vorzukommen, obwohl natürlich vieles auf diese Übertragbar ist. Am Ende zeigt Herr Jellouschek noch in einem Kapitel einige Punkte auf, die eine Ehe stabil machen. Das machte mir Mut, doch auch hier wäre es schön, wenn er stärker auf die einzelnen Punkte einginge und noch mehr praktische Tips zum "daran Arbeiten" geben würde. Allen, die zusammen mit Ihrem Partner oder allein aktiv etwas für ihre Beziehung tun wollen, kann ich das Buch "Ich will bleiben - aber wie?" von Mira Kirshenbaum eher empfehlen.
Eine Rezension von F. Dachs > Berlin
vom 21. November 2008 |